Archiv der Kategorie 'Aktivismus'
Sonntag, 31. Mai 2026
31. Mai 2026, 18:45 Uhr
Liebe Veganer:innen, liebe Aktivist:innen,
Wir haben uns heute hier als Trauernde versammelt. Wir gedenken der Millionen Tiere, die durch die Tiernutzungsindustrie Jahr für Jahr erst ausgebeutet und dann ermordet werden.
Ich stehe heute hier, um euch Danke zu sagen. Danke an alle Veganer:Innen, dass sie ein Vorbild sind. Danke an alle Aktivist:innen, dass sie sich als Anwälte einsetzen. Für die, die keine Stimme haben. Ich möchte euch Danke sagen, weil ihr mir Hoffnung gebt. Wenn ich verzweifle über die Ungerechtigkeit der Menschen, dann seid ihr immer noch da. Steht zum Beispiel auf der Königstr mit Bildschirmen, oder führt unangenehme Gespräche mit Nichtveganer:innen. Ihr seid aktiv. Dafür Danke ich euch.
Vegan leben ist leicht. Das wissen wir alle. Wir treffen eine Entscheidung für Empathie und Gerechtigkeit, gegen Speziesismus und leben danach. Für mich ist das leicht.
Was schwer ist am Veganismus, sind die Menschen, die von sich behaupten, sie wären empathisch, sie respektieren Tiere, manche behaupten sogar sie lieben Tiere. Aber sie leben nicht vegan. Und genau an diesem Punkt sind Veganer:innen und Aktivist:innen so wichtig.
Die Regel der Sieben aus dem Marketing besagt, Ein Mensch muss eine Werbebotschaft oder Marke etwa siebenmal wahrnehmen, bevor er aktiv darauf reagiert oder sich ernsthaft damit beschäftigt. Die Zahl sieben ist wissenschaftlich nicht belegbar, aber die Psychologie beschreibt den Effekt: Je öfter wir etwas sehen, desto vertrauter und oft sympathischer erscheint es uns. Deswegen seid ihr alle unglaublich wichtig für das Ende der Tierausbeutung durch die Menschen.
Jedes Mal, wenn wir mit Arbeitskolleg:innen essen, sind wir als Veganer präsent. Bei jedem Treffen mit der Familie, bei jedem Essen zu Hause oder mit Freunden. Wir sind einfach nur da und schon kommt jemand mit Veganismus in Berührung.
Jedes Mal, wenn ein Mensch die Buttons sieht, die wir tragen, die Shirts mit den veganen Botschaften oder die Sticker, die wir an Laternen kleben, haben wir einen Punkt gemacht.
Jedes Mal, wenn wir als Aktivist:innen mit einem Infostand zum Beispiel auf der Königstraße stehen oder im Cube einen Bildschirm halten oder sogar is Gespräch gehen, machen wir Menschen auf das Thema aufmerksam.
Jedes Mal, wenn wir laut sind, wenn wir demonstrieren, zeigen wir, dass wir es nicht hinnehmen, dass nichtmenschliche Tiere ausgebeutet werden. Wir zeigen, dass es uns kümmert. Wir zeigen: Es ist nicht egal.
Es gibt so viele Menschen, die wir zum Nachdenken bringen. Mit jedem einzelnen Mal, in dem sie mit Veganer:innen in Berührung kommen, beschäftigen sie sich mit unserer Botschaft.
Ich weiß, es ist ermüdend immer dieselben Argumente zu hören. Sich mit Trollen rumzuärgern. Seine Zeit zu investieren. Manchmal kommt dann der Gedanke: Was bringt das? Dazu kann ich nur eins sagen: Nichtstun ist keine Option. Wir müssen es mindestens versuchen. Wir können nicht die Hände in den Schoß legen und sagen: Ich kann sowieso nichts ändern. Wir sehen doch diese Ungerechtigkeit und können nicht einfach still sein.
Aber. Nur, wenn es euch selbst gut geht, könnt ihr euch gut für andere einsetzen. Gebt acht auf eure Ressourcen. Wenn die Energie nicht reicht für schwierige Gespräche. Wenn ihr nicht auf Demonstrationen gehen könnt, weil es zu viel ist. Dann ist das in Ordnung. Ihr seid dann immer noch die eine Person, die in der Familie oder bei Freunden vegan isst. Die eine Person die den veganen Kuchen mitbringt. Schon das ist eine Saat. Achtet auf euch und eure Mit-Aktivistinnen. Ihr seid wertvoll.
Ich danke jedem von euch für euren unermüdlichen Einsatz für die Tiere.
Wir haben uns heute hier als Trauernde versammelt. Wir gedenken der Millionen Tiere, die durch die Tiernutzungsindustrie Jahr für Jahr erst ausgebeutet und dann ermordet werden.
Ich stehe heute hier, um euch Danke zu sagen. Danke an alle Veganer:Innen, dass sie ein Vorbild sind. Danke an alle Aktivist:innen, dass sie sich als Anwälte einsetzen. Für die, die keine Stimme haben. Ich möchte euch Danke sagen, weil ihr mir Hoffnung gebt. Wenn ich verzweifle über die Ungerechtigkeit der Menschen, dann seid ihr immer noch da. Steht zum Beispiel auf der Königstr mit Bildschirmen, oder führt unangenehme Gespräche mit Nichtveganer:innen. Ihr seid aktiv. Dafür Danke ich euch.
Vegan leben ist leicht. Das wissen wir alle. Wir treffen eine Entscheidung für Empathie und Gerechtigkeit, gegen Speziesismus und leben danach. Für mich ist das leicht.
Was schwer ist am Veganismus, sind die Menschen, die von sich behaupten, sie wären empathisch, sie respektieren Tiere, manche behaupten sogar sie lieben Tiere. Aber sie leben nicht vegan. Und genau an diesem Punkt sind Veganer:innen und Aktivist:innen so wichtig.
Die Regel der Sieben aus dem Marketing besagt, Ein Mensch muss eine Werbebotschaft oder Marke etwa siebenmal wahrnehmen, bevor er aktiv darauf reagiert oder sich ernsthaft damit beschäftigt. Die Zahl sieben ist wissenschaftlich nicht belegbar, aber die Psychologie beschreibt den Effekt: Je öfter wir etwas sehen, desto vertrauter und oft sympathischer erscheint es uns. Deswegen seid ihr alle unglaublich wichtig für das Ende der Tierausbeutung durch die Menschen.
Jedes Mal, wenn wir mit Arbeitskolleg:innen essen, sind wir als Veganer präsent. Bei jedem Treffen mit der Familie, bei jedem Essen zu Hause oder mit Freunden. Wir sind einfach nur da und schon kommt jemand mit Veganismus in Berührung.
Jedes Mal, wenn ein Mensch die Buttons sieht, die wir tragen, die Shirts mit den veganen Botschaften oder die Sticker, die wir an Laternen kleben, haben wir einen Punkt gemacht.
Jedes Mal, wenn wir als Aktivist:innen mit einem Infostand zum Beispiel auf der Königstraße stehen oder im Cube einen Bildschirm halten oder sogar is Gespräch gehen, machen wir Menschen auf das Thema aufmerksam.
Jedes Mal, wenn wir laut sind, wenn wir demonstrieren, zeigen wir, dass wir es nicht hinnehmen, dass nichtmenschliche Tiere ausgebeutet werden. Wir zeigen, dass es uns kümmert. Wir zeigen: Es ist nicht egal.
Es gibt so viele Menschen, die wir zum Nachdenken bringen. Mit jedem einzelnen Mal, in dem sie mit Veganer:innen in Berührung kommen, beschäftigen sie sich mit unserer Botschaft.
Ich weiß, es ist ermüdend immer dieselben Argumente zu hören. Sich mit Trollen rumzuärgern. Seine Zeit zu investieren. Manchmal kommt dann der Gedanke: Was bringt das? Dazu kann ich nur eins sagen: Nichtstun ist keine Option. Wir müssen es mindestens versuchen. Wir können nicht die Hände in den Schoß legen und sagen: Ich kann sowieso nichts ändern. Wir sehen doch diese Ungerechtigkeit und können nicht einfach still sein.
Aber. Nur, wenn es euch selbst gut geht, könnt ihr euch gut für andere einsetzen. Gebt acht auf eure Ressourcen. Wenn die Energie nicht reicht für schwierige Gespräche. Wenn ihr nicht auf Demonstrationen gehen könnt, weil es zu viel ist. Dann ist das in Ordnung. Ihr seid dann immer noch die eine Person, die in der Familie oder bei Freunden vegan isst. Die eine Person die den veganen Kuchen mitbringt. Schon das ist eine Saat. Achtet auf euch und eure Mit-Aktivistinnen. Ihr seid wertvoll.
Ich danke jedem von euch für euren unermüdlichen Einsatz für die Tiere.
Kategorie Aktivismus |
Sonntag, 1. Juni 2025
1. Juni 2025, 21:09 Uhr
Rede anlässlich NARD Stuttgart, 01.06.2025
Es ist nicht in Ordnung.
Was wir Menschen tun, ist nicht in Ordnung.
Es ist nicht in Ordnung Tiere zu halten, nur um sie zu essen.
Und wenn es nur das wäre.
Sie werden unter grausamen Bedingungen gehalten bis sie endlich sterben dürfen.
Wie rechtfertigen wir das vor uns selbst?
Es schmeckt mir halt? Geschmack? Der ist wichtiger als ein fühlendes Lebewesen?
Wäre das für einen Menschen selbst okay, dass er sterben muss, weil es einem anderen schmeckt? Oder, wenn man ihm das Kind wegnimmt, nur für den Genuss eines anderen?
Wie wäre das, wenn einer Frau das Kind weggenommen würde, weil ihre Muttermilch für etwas anderes benötigt wird?
Wofür eigentlich? Für Käse!! Käse? Nichts lebensnotwendiges. Nur verdammter Käse. Wegen diesem Käse werden Kühe ausgebeutet und ihnen die Kinder weggenommen. Das ist nicht in Ordnung.
Wie ist das, wenn wir sagen: Ich esse doch nur ganz wenig Fleisch... Ich kann auf den Schluck Kuhmilch im Kaffee nicht verzichten... Das Sonntagsei möchte ich aber wirklich nicht aufgeben... Lieber 90% als gar nicht. Das macht doch nicht wirklich einen Unterschied.... Doch. Für genau dieses eine gestorbene Tier, für genau diese eine Kuh und ihr Kalb, für genau dieses eine Huhn, dass zu wenig Calcium für die eigenen Knochen hat. Für die ist es der lebensentscheidende Unterschied. Es geht hier nicht um uns. Es geht nicht um den einen Menschen, der verzichten muss. Es geht um ein anderes Lebewesen, dass dafür ausgebeutet wird, dass er Nichtausbeutung mit Verzicht gleich setzt.
Das System ist schuld? Es ist schwer keine Tiere auszubeuten?
Es ist schwer, nicht in einem Steak House zu sitzen? Wirklich?
Einfach nur ein anderes Restaurant zu nehmen? DAS IST SCHWER?? Nein. Nicht hier und heute in Stuttgart. Das ist keine gültige Ausrede.
Wir Menschen bezahlen dafür, das fühlende Lebewesen ausgebeutet werden. Es ist leicht genau das nicht zu tun... Aber... Das sind doch nur Nutztiere? Ja, das ist unsere Definition. Wir Menschen haben wir uns so definiert, weil wir Tier ausnutzen. Das ist einfach nur die Beschreibung dessen was wir tun. Und nur weil wir uns das so definieren, ist es noch lange nicht richtig. Es ist lediglich unsere Ausrede, nicht nachdenken zu müssen.
Es gibt sehr viele dieser Ausreden, wir haben sie alle gehört. Einige VeganerInnen haben sie selbst früher verwendet. Ich selbst habe sie verwendet. Ich selbst stand da und fragte mich, wo ich denn mein Protein herbekommen soll. Ich selbst sagte, ich kann auf den Käse nicht verzichten. Ich selbst wollte nicht über das Huhn nachdenken, dessen Ei ich zum Frühstück esse. Aber wir können uns ändern. Ich konnte mich ändern. Und es war leicht.
Es sind nur Ausreden. Es ist einfach vegan zu sein. Jeder Mensch, der die Kapazitäten aufbringen kann, sich überhaupt in ein Restaurant zu setzen, hat auch die Kapazitäten etwas anderes zu essen. Ein anderes Restaurant auszusuchen. Jeder Mensch, der es schafft einen Lieferdienst anzurufen, kann veganes Essen bestellen. Jeder Mensch, der die Energie hat über Veganer zu schimpfen hat genügend Energie sein eigenes Essverhalten zu ändern. Es ist nicht in Ordnung sich hinter Gewohnheit zu verstecken.
Werdet / bleibt vegan.
Es ist nicht in Ordnung.
Was wir Menschen tun, ist nicht in Ordnung.
Es ist nicht in Ordnung Tiere zu halten, nur um sie zu essen.
Und wenn es nur das wäre.
Sie werden unter grausamen Bedingungen gehalten bis sie endlich sterben dürfen.
Wie rechtfertigen wir das vor uns selbst?
Es schmeckt mir halt? Geschmack? Der ist wichtiger als ein fühlendes Lebewesen?
Wäre das für einen Menschen selbst okay, dass er sterben muss, weil es einem anderen schmeckt? Oder, wenn man ihm das Kind wegnimmt, nur für den Genuss eines anderen?
Wie wäre das, wenn einer Frau das Kind weggenommen würde, weil ihre Muttermilch für etwas anderes benötigt wird?
Wofür eigentlich? Für Käse!! Käse? Nichts lebensnotwendiges. Nur verdammter Käse. Wegen diesem Käse werden Kühe ausgebeutet und ihnen die Kinder weggenommen. Das ist nicht in Ordnung.
Wie ist das, wenn wir sagen: Ich esse doch nur ganz wenig Fleisch... Ich kann auf den Schluck Kuhmilch im Kaffee nicht verzichten... Das Sonntagsei möchte ich aber wirklich nicht aufgeben... Lieber 90% als gar nicht. Das macht doch nicht wirklich einen Unterschied.... Doch. Für genau dieses eine gestorbene Tier, für genau diese eine Kuh und ihr Kalb, für genau dieses eine Huhn, dass zu wenig Calcium für die eigenen Knochen hat. Für die ist es der lebensentscheidende Unterschied. Es geht hier nicht um uns. Es geht nicht um den einen Menschen, der verzichten muss. Es geht um ein anderes Lebewesen, dass dafür ausgebeutet wird, dass er Nichtausbeutung mit Verzicht gleich setzt.
Das System ist schuld? Es ist schwer keine Tiere auszubeuten?
Es ist schwer, nicht in einem Steak House zu sitzen? Wirklich?
Einfach nur ein anderes Restaurant zu nehmen? DAS IST SCHWER?? Nein. Nicht hier und heute in Stuttgart. Das ist keine gültige Ausrede.
Wir Menschen bezahlen dafür, das fühlende Lebewesen ausgebeutet werden. Es ist leicht genau das nicht zu tun... Aber... Das sind doch nur Nutztiere? Ja, das ist unsere Definition. Wir Menschen haben wir uns so definiert, weil wir Tier ausnutzen. Das ist einfach nur die Beschreibung dessen was wir tun. Und nur weil wir uns das so definieren, ist es noch lange nicht richtig. Es ist lediglich unsere Ausrede, nicht nachdenken zu müssen.
Es gibt sehr viele dieser Ausreden, wir haben sie alle gehört. Einige VeganerInnen haben sie selbst früher verwendet. Ich selbst habe sie verwendet. Ich selbst stand da und fragte mich, wo ich denn mein Protein herbekommen soll. Ich selbst sagte, ich kann auf den Käse nicht verzichten. Ich selbst wollte nicht über das Huhn nachdenken, dessen Ei ich zum Frühstück esse. Aber wir können uns ändern. Ich konnte mich ändern. Und es war leicht.
Es sind nur Ausreden. Es ist einfach vegan zu sein. Jeder Mensch, der die Kapazitäten aufbringen kann, sich überhaupt in ein Restaurant zu setzen, hat auch die Kapazitäten etwas anderes zu essen. Ein anderes Restaurant auszusuchen. Jeder Mensch, der es schafft einen Lieferdienst anzurufen, kann veganes Essen bestellen. Jeder Mensch, der die Energie hat über Veganer zu schimpfen hat genügend Energie sein eigenes Essverhalten zu ändern. Es ist nicht in Ordnung sich hinter Gewohnheit zu verstecken.
Werdet / bleibt vegan.
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